
Ein weiterer wichtiger Teil von Breers Werk sind die bewegten Skulpturen oder auch »Floats«, die ab Mitte der Sechziger Jahre entstanden. Diese einfachen, fast minimalistischen Formen bewegen sich mit einer kaum wahrnehmbaren Geschwindigkeit und nehmen beim Auftreffen auf ein Hindernis einen Richtungswechsel vor. Durch die dreidimensionale Wiederbelebung der Bewegung und des Flusses seiner Filme umgeben Werke wie Zig (1965), Column (1967) und Sponge (2000) den Betrachter und lassen diesen Form und Wandel in Echtzeit und im realen Raum erleben. Breers grösste Errungenschaft war vielleicht, eine Kraft anzuwenden, um deren Gegenteil zu definieren – Bewegung, um Bewegung entgegenzuwirken, eine Pause, um Geschwindigkeit zu steigern, und Darstellung, um auf die Abstraktion zu konzentrieren.
Die Ausstellung, die in enger Zusammenarbeit mit dem Künstler entstanden ist, zeigt erstmals eine Gesamtschau von Breers über mehrere Jahrzehnte in allen Techniken entstandenen Werke. Ein umfangreicher Katalog begleitet die Ausstellung.